Kunst trifft Vergnügen
Kunst trifft Vergnügen

Zickenalarm - 2003 -

Zickenalarm  
AZ-Bericht vom 26.06.2003

 

"Zickenalarm" auf der Theaterbühne
Ensemble "Extra trocken Horrweiler" zeigte eine "wahnwitzige" Komödie in drei
Akten
 
HORRWEILER - Gst -Eindrucksvoll und mit exzellent
besetzten Rollen hat jetzt das Ensemble der Theaterwerkstatt "Extra-Trocken
Horrweiler" für einen hochamüsanten Theaterabend gesorgt. Unter neuer Leitung
von Regine Linnemann ging die spritzige, kuriose und durch und durch gelungene
Komödie "Zickenalarm" von Jürgen Baumgarten, die voller Schalk und Humor
steckte, pfiffig vor passender Kulisse über die Bühne.

Die Akteure gaben alles, um mit diesem einfallsreichen Kabinettstück voller
witziger Momente das ausverkaufte Dorfgemeinschaftshaus bestens zu unterhalten.
Zeitweise konnten sich die Zuschauer vor Lachen kaum auf den Sitzen halten.
 
Zum Inhalt: Stefan Sander will sich zur weihnachtlichen, kalten
Winterszeit was Gutes gönnen: Urlaub auf den Bahamas! Sonne, Meer und schöne
Mädchen warten schon... herrliche Aussichten, sich rundum wohl zu fühlen und um
Nicole - seine Verflossene - zu vergessen. Hätte er nur nicht die Idee gehabt,
für die Zeit seiner geplanten Abwesenheit einen "Wohnungs-Sitter" zu suchen .
Die Warnungen seines besten Freundes Werner - ein Pessimist aus Leidenschaft -
schlägt er in den Wind. Kaum hat er eine entsprechende Anzeige aufgegeben, wird
sein Appartement von der Weiblichkeit gestürmt, alle auf der Flucht vor ihren
"Verflossenen".

Auch Nicole (Stefans Ex) taucht wieder auf, begleitet von einem Mann - ein Kerl
wie ein Schrank, aber sehr einfältig - ihr neuer Lover. Die wollen einen wertvollen

Teller aus der Wohnung stibitzen - ein materieller Beziehungsrest aus der Liaison Nicole und Stefan. Und dann interessiert sich doch noch ein Mann für Stefans Wohnung -  ein ökologischer Dauercamper!

Bis zur Auflösung der "verzwickten", ja fast undurchschaubaren Geschichte haben
Stefan und sein zur Hilfe herbei gerufener bester Freund Werner alle Hände voll
zu tun, um mit der Damenclique und den von dieser verursachten Turbulenzen
fertig zu werden. Zum Glück steht ihnen dabei Stefans fürsorgliche und
liebenswerte Nachbarin Britta zur Seite. Auch sie hat ein Auge auf Stefan
geworfen, was der einfach nicht bemerken beziehungsweise kapieren will. Und das
Fazit am Ende des so herrlich-grotesken Lustspiels: Nicht nur für Stefan: Um
eine "Zicke" zu bändigen, braucht man(n) schon eine andere Frau!

Die vielen herzhaften Lacher während der Vorstellung, der spontane Applaus zu
und zwischen den Szenen und das lange, zustimmende Händeklatschen zum Schluss
signalisierte: Dieses mittlerweile dritte öffentlich aufgeführte Theaterstück
der Theaterwerkstatt "Extra Trocken" hatte den uneingeschränkten Beifall des
Publikums gefunden. Es war wiederum eine Steigerung gegenüber der letzten
Vorstellung.

Hoch sind jetzt auch die Erwartungen zum geplanten Kindertheater. Die
Theaterwerkstatt möchte, dass das Theaterspielen wieder ein Mittelpunkt im
dörflichen Leben wird und somit die dörfliche Gemeinschaft und deren
Zusammenhalt fördert. Sie möchte aber auch mit ihren Aktivitäten die umliegenden
Ortschaften erfreuen. Noch lange wurde an den beiden Aufführungstagen bei
köstlichem Wein, prickelndem Sekt und kleinen Speisen über das bestens gelungene
Theater geschwärmt.

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© Bernd Bührmann (verantw.) Theaterwerkstatt "Extra Trocken" Horrweiler e.V.